WAHLKREISPROGNOSE.DE I 28. OKTOBER 2023

Wie die aktuellen Befragungszahlen für den Nordosten zeigen, ist die AfD stärkste Partei bei einer Landtagswahl. Daran würde sich nichts ändern, wäre Sahra Wagenknecht mit eigener Partei wählbar.

Situation bei den Direktmandaten

Die AfD-Wahlkreismehrheiten belaufen sich auf 33 Stück – 18 mehr als letztes Jahr im August. Die SPD fällt auf drei potentielle Direktmandate zurück – 13 weniger als zuvor. Letztes Jahr wurden für Grüne und CDU drei bzw. zwei Direktmandate vorhergesagt. Beide Parteien würden nach diesen Zahlen leer ausgehen.

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Würden Wahlkreiskandidaten vom Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) auf dem Stimmzettel stehen, wären sie in zwei der Landtagswahlkreise erfolgreich. Die SPD könnten sich in diesem Fall Hoffnung auf vier Mehrheiten machen. Bei der CDU trifft das in einem Wahlkreis zu. 29 Direktmandate gingen bei diesem Szenario zur AfD.

Direktwahl des Ministerpräsidenten

Trotz ordentlicher Verluste für Manuela Schwesig bleibt sie unangefochten gewünschte Ministerpräsidentin. Die aktuellen Umfragezahlen bescheinigen ihr einen Anteil von 41 Prozent bei der Direktwahlfrage – 20 Punkte weniger als im August 2022. Nikolaus Kramer kommt auf verbesserte 17 Prozent (+6%). Franz-Robert Liskow folgt mit neun Prozent (-1%).

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Sonntagsfrage

Zum Wahlkreistrend

Wären schon nächsten Sonntag die Wahlberechtigten zur Abstimmung aufgerufen, dann wäre die AfD mit 35 Prozent klar stärkste Partei. Gemessen an der Sonntagsfrage vor mehr als einem Jahr entspricht das einem Zuwachs von elf Zählerpunkten. Die SPD muss mit sichtbaren Verlusten rechnen: nur noch 20 Prozent (-7%) würden dort ihr Kreuz machen. Die drittplatzierte CDU macht Punkte gut und kommt auf 17,5 Prozent (+2,5%). Unverändert acht Prozent würden die Linke wählen. Die Grünen halbieren sich gegenüber dem Vorjahr und erreichen 6,5 Prozent. Um einen Punkt zurück geht es für die FDP, die auf vier Prozent kommt.

Die detaillierten Trends aus den einzelnen Altersgruppen, Regionen und der Überblick zur potenziellen Sitzverteilung im Landtag finden Sie bei Interaktiv.wahlkreisprognose.de.

Sehr viel schlechter würde die AfD abschneiden wäre BSW, das Wahlbündnis von Sahra Wagenknecht in Gründung, für den Landtag wählbar. Statt 35 würden dann 25 Prozent ihre Zweitstimme an die AfD vergeben. Damit wäre die Partei jedoch trotzdem vorne liegend, wenngleich BSW von null auf 21 Prozent direkt Platz zwei belegt. Die SPD ist im BSW-Szenario nur noch dritte Kraft (20,5%). Die CDU wäre als einzige weitere Partei im Landtag vertreten (15,5%). Draußen liegen Grüne (4,5%), Linke und FDP (jeweils 3,5%).

Information zur Datenerhebung:

Die präsentierten Zahlen zu den Stimmungsbildern ergeben sich aus einer zwischen 19.10. bis 28.10.2023 unter 1.020 wahlberechtigten Personen ab 16 Jahren durchgeführten Repräsentativbefragung im Land Mecklenburg-Vorpommern.

Die Repräsentativbefragung erfolgte über geschlossene Online-Panels. Die Rohdaten wurden dort wo nötig nach Kriterium der Bevölkerungsfortschreibung gewichtet. Die Fehlertoleranz beläuft sich auf durchschnittlich +/-3,1 Punkte.